Ratgeber
Vier Größen bei der Kranauswahl: Spannweite, Tragfähigkeit, Hakenhöhe, Arbeitsspiel

Die meisten Betriebe nennen bei einer Krananfrage eine einzige Zahl: die Tragfähigkeit. Dabei ist sie nur ein Viertel der Rechnung. Ein Preis ohne die anderen drei fällt entweder zu hoch aus oder hält im Feld nicht.
1. Tragfähigkeit
In die Rechnung geht nicht die schwerste Last, sondern die schwerste Last plus Lastaufnahmemittel ein: Anschlagmittel, Traverse, Magnet oder Sonderhaken.
2. Spannweite
Der Abstand der beiden Schienenachsen. Mit der Spannweite wächst der Trägerquerschnitt rasch; eine Verdopplung mehr als verdoppelt das Trägergewicht.
3. Hakenhöhe
Die höchste erreichbare Lage der Last. Sie wird mit der Gebäudehöhe verwechselt, ist es aber nicht: Trägerhöhe, Katzenbauweise und Länge der Hakenflasche gehen davon ab.
4. Arbeitsspiel
Wie viele Hübe der Kran täglich leistet und welche Last er dabei im Mittel trägt, bestimmt die Triebwerksgruppe (FEM).
Alle vier ändern sich gemeinsam
Diese Größen sind nicht unabhängig. Der Wechsel auf Zweiträger für mehr Hakenhöhe verändert Trägergewicht, Raddruck und Fundamentlast.


