Beim Portalkran ohne Auskragung reicht der Brückenträger nicht über die Stützenlinie hinaus. Das ist die einfachste und leichteste Bauform der Portalfamilie. Steht die zu bedienende Fläche von Anfang an fest, bringt zusätzliche Trägerlänge keinen Gegenwert.
Wann sie richtig ist
Liegen alle Be- und Entladepunkte innerhalb der Spurweite, genügt diese Bauform. Anlagen, die zwischen festen Stationen entlang einer Linie arbeiten und die Last nie aus der Bahn herausführen, entsprechen dieser Beschreibung: Maschinenbeschickung, geschlossene Lagerhallen, Montageplätze.
Der Gewinn
Mit kürzerem Träger sinkt das Konstruktionsgewicht, und die Ersparnis setzt sich fort: leichterer Träger, geringerer Raddruck; geringerer Raddruck, leichteres Schienenprofil und schlankeres Fundament.
Ohne Auskragung entsteht kein Endmoment an den Trägerenden. Der Lastfall ist besser vorhersehbar, die Berechnung bleibt klar, und Sicherheitszuschläge werden nicht unnötig vergrößert.
Konstruktion und Fertigung
Die Träger werden als Kastenquerschnitt gefertigt. Die Katze läuft oben; der Haken steigt bis Trägerhöhe, die Hallenhöhe wird wirtschaftlich genutzt. Nahtkontinuität und Spannungsarmglühen bestimmen die Ermüdungslebensdauer.
Der Anschluss Stütze–Träger ist das am stärksten beanspruchte Detail: Horizontalkräfte aus der Fahrbewegung sammeln sich dort. Dieser Anschluss wird gemeinsam mit Raddruck und Beschleunigungswerten gerechnet.
Auslegung
Spannweite, Hakenhöhe, Tragfähigkeit und Triebwerksgruppe werden nach Aufnahme der Anlagenmaße und der täglichen Hubzahl festgelegt.