Beim Kran mit Drehkatze kann die auf der Brücke verfahrende Katze sich um die eigene Achse drehen. Die Last lässt sich so an Ort und Stelle wenden.
Das gelöste Problem
Muss ein langer Träger, ein Rohr oder ein Behälter durch eine enge Öffnung oder in bestimmtem Winkel abgesetzt werden, ist eine Richtungsänderung nötig. Ohne Drehkatze bleibt nur, den Kran hin und her zu fahren und die Last pendeln zu lassen — Zeitverlust und Sicherheitsrisiko.
Die Drehkatze löst die Ausrichtung in einer kontrollierten Bewegung.
Steuerung und Sicherheit
Da die Drehung mit hängender Last erfolgt, ist die Steuerung der kritische Teil. Die Drehgeschwindigkeit wird begrenzt; abruptes Anfahren und Stoppen schleudert die Last. Der Drehwinkel wird über Endschalter definiert.
Je weiter der Lastschwerpunkt von der Drehachse entfernt liegt, desto stärker die Schleuderwirkung. Zulässige Last und Radius werden gemeinsam festgelegt.
Konstruktive Wirkung
Die Drehkatze überträgt neben der Vertikallast ein während der Drehung veränderliches Moment. Brückenträger und Katzfahrwerk werden dafür gerechnet.
Einsatzbereiche
Langprofil- und Rohrfertigung, Behälterbau, Montagelinien mit engen Öffnungen, Bearbeitungszentren mit Winkelbeschickung.